Leitgedanke/Historie
Rudolf Caracciola, Hans Stuck, Otto Merz, Hans Stuber...
Mercedes, Alfa Romeo, Maserati, Bugatti...
und viele mehr.
Fahrer, Autos und Sachsen. Jeder Winkel dieses Dreiecks erzählt Geschichten. Geschichten von Rennsport, von Helden und Ruhm.
1933 wurde der Bau einer neuen 10.000 Meter langen Rennstrecke aufgenommen, die den berüchtigten Nürburgring ablösen sollte. Über eine Million Zuschauer sollten sich dort zu Rennen einfinden und ihren Helden zujubeln können. Parkplätze für über dreihundertfünfzigtausend Automobile und Motorräder sollten entlang des Kurses entstehen.
Eine alte Bergrennstrecke nahe dem malerischen Hohnstein in der Sächsischen Schweiz mit zuletzt über sechzigtausend Zuschauern wurde in den ovalen Kurs aufgenommen. Die Konstrukteure berücksichtigten Erfahrungen aller legendärer Rennstrecken, wie der Mehalla in Tripoli, der Monthlery in Frankreich, Monza in Italien und natürlich des Nürburgrings.
Welche Rennstrecke machte es seinerzeit möglich, das das Publikum von der geplanten Haupttribüne 3.000 Meter des Kurses einsehen und das Renngeschehen verfolgen konnte? Es sollte die Rennstrecke der Rennstrecken werden!
Am 27. April 1939 war der Kurs so weit fertig und erhielt den Namen Deutschland-Ring. Noch fehlten die Boxen der Rennfahrer, große Tribünen für die Zuschauer und Presse, die Sprechstellen für den Rundfunk und Plätze für die Aufnahmen der damaligen Wochenschauen. Der erste große Tag dieser Rennstrecke, an dem die besten Fahrer der Nationen auf den schnellsten Wagen der Welt um den Sieg kämpften, sollte ein gigantisches Ereignis werden und den Namen Deutschland-Ring über alle Erdteile tragen.
Während der alljährlichen Besprechung der Rennteams wurde für die anstehende Rennsaison 1940 unter anderem der Deutschland-Ring mit einer Länge von 250–300 Kilometern für den Großen Preis von Deutschland bestimmt. Damit war die Ablösung des Nürburgringes zumindest für den Großen Preis in diesem Jahr in den Besprechungsprotokollen belegt. Herr Alfred Neubauer, Rennleiter des Mercedes Teams von 1926 bis 1955, prognostizierte dem neuen Kurs bereits Spitzengeschwindigkeiten von fast 300 km/h mit einem Rundendurchschnitt von 150 bis 160 km/h.
Der 2. Weltkrieg brach aus, der Große Preis im Oktober 1940 wurde abgesagt. Keine Rennwagen jagten um Sieg und Ehre auf den Rennstrecken. Mercedes, Auto-Union und die anderen Rennteams deckten ihre Autos ab und es sollte keine Rennen in den nächsten Jahren mehr geben. Die Rennteams lösten sich nach und nach auf.
Die Strecke des alten Bergrennens ist der einzige Teil des Kurses, der wirkliche Rennaktivitäten erlebt hat.
Für den 30. Mai 1926 schrieben der Auto Sport Club 1904 Dresden und der ADAC ein Bergrennen mit dem Namen Erstes Hohnstein Rennen aus. Ein Jahr später kam es zu einer weiteren Austragung und darauf folgten wirtschaftsbedingte Pausen in den Jahren 1928 und 1929.
1930 stürmte ein junger Rudolf Caracciola in einem Mercedes Benz SSK mit einer Zeit von 2 Min. 12 Sek. zum Sieg. Er war nicht der einzige Rennfahrer, der in späteren Jahren eine Berühmtheit wurde. Otto Merz, Hans Stuck, Christian Werner, Hans Stuber, Ernst von Delius oder auch Bernd Rosemeyer, sind nur einige Namen...
Das letzte Rennen fand am 10. September 1933 statt und über sechzigtausend Besucher säumten die Straßenränder der Bergstrecke vom Polenztal hinauf zum Hockstein.
Jetzt schreibt die Hohnstein Historic die motorsportliche Geschichte weiter.
Seien Sie 2010 als Teilnehmer dabei, wenn es wieder heißen wird...
Die Motoren singen wieder ihr ehernes Lied zwischen Bergen und Burgen, und die siegreiche Flagge wird im Bergwind wehen weit kündend, wer Sieger war im Kampf um sportliche Ehre.
Gentlemen... please start your engines!

