Hohnstein Historic 2010
Die Hohnstein Historic hat eine Gesamtstrecke von ca. 780 km, aufgeteilt in die Hohnstein – Freyburg/Unstrut Etappe mit 260 km, die Freyburg/Unstrut – Dresden Etappe mit 310 km und die Dresden – Hohnstein Etappe mit 210 km. Die Streckenführung mit Zeitkontrollen, Durchfahrts-/Stempelkontrollen und Gleichmäßigkeitsprüfungen sind mit dem Roadbook beschrieben. Hierfür sind weder Lehrgänge noch elektronische Hightech Ausstattungen notwendig.
Strecke: Großer Preis von Deutschland ab 1940
Deutschland, mit dem Nürburgring im Besitz der großzügigsten Rennstrecke Europas, blieb trotzdem in der Zahl seiner internationalen Motorsport-Veranstaltungen gegenüber dem Ausland deutlich zurück. Das sportliche Verantwortungsbewusstsein hielt die ONS davon ab, den deutschen und ausländischen Spitzenfahrern Rennstrecken mit fragwürdiger Beschaffenheit anzubieten, wie sie die Rennfahrer zumeist im Ausland bewältigen mussten. Deshalb blieb die Zahl der großen Automobilrennen in Deutschland beschränkt.
Um Deutschland große Automobilrennen zu zeigen, vor allem aber, um eine wirklich erstklassige und sportlich interessante Rennstrecke zu haben, wurde eine Idee aus 1928 aufgegriffen und in der Nähe von Hohnstein eine der größten und modernsten Rennstrecke der Welt gebaut.
Im Gegensatz zum Nürburgring, der in den stillen Eifelbergen liegt, war die Verkehrslage der Rennstrecke günstig. Es wurden zudem Sichtmöglichkeiten für eine Million Zuschauer geschaffen, die es bis dahin nicht gab.
Am 8. Januar 1940 war es soweit und die Rennstrecke wurde offiziell für den Großen Preis von Deutschland am ersten Oktober-Wochenende in das Rennprogramm aufgenommen, womit die Ablösung des Nürburgrings beschlossen war.
Bergstrecke 1926–1933
Sachsen war an wirklich guten motorsportlichen Veranstaltungen recht arm, hatte aber durch das Hohnstein-Bergrennen eine ideale Bergstrecke mit alpinem Einschlag erhalten. Diese 4 km lange, 6 Prozent steigende, mit neun schwierigen Haarnadel-Kurven versehene, famos geschotterte Rennstrecke dürfte in Deutschland mit zu den besten gehört haben. Bereits 1926 wurde die Zahl der Zuschauer auf über 30.000 geschätzt.
Das Hohnstein-Bergrennen in der Sächsischen Schweiz gehörte in den 20igern zu den beliebtesten Wettbewerben des östlichen Deutschlands. Nach 1928 konnte man im Jahr der Wirtschaftskrise 1929 die Genehmigung nicht erhalten. 1930 wurde mit vielen nationalen und internationalen Nennungen und geänderter Strecke mit 2,6 km Länge und nunmehr zehn anspruchsvollen Kurven, das Renngeschehen fortgesetzt. Hatten sich 1930 über 35.000 Kraftfahrsport-Enthusiasten eingefunden, die die Rennstrecke zu beiden Seiten dicht belagerten, um ihren Rennfahreridolen zuzujubeln, so wurden 1933 fast 62.000 gezählt.




